Neue MaRisk, Prozesse prüfen, Risiken vermeiden, Fehler aufdecken – Handlungsempfehlungen ableiten. Becker, Berndt, Klein (Hrsg.), Finanzcolloquium Heidelberg GmbH 2011, 2. Auflage, 515 Seiten, ISBN 978-3- 940976-63-5, Euro 69,00
Am 15. 12. 2010 veröffentlichte die BaFin die aktuelle MaRisk-Novelle. Obwohl der sog. Proportionalitätsgrundsatz und zahlreiche, darunter auch neue Öffnungsklauseln für die Institute erhalten blieben, hat die Aufsicht als Reaktion auf die Finanzkrise die regularischen Stellschrauben erheblich enger gezogen. Dabei erfahren alle drei zentralen Risikomanagementteilprozesse konkretisierte und teilweise auch verschärfte Anforderungen: die Risikoplanung mit neuen Vorgaben für die Ermittlung und laufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. Der Strategieprozess, die Risikoüberwachung und -steuerung von Konzentrationsrisiken; Stresstests und Überwachung von Handelsgeschäften sowie das interne und externe Risikoreporting.
In allen drei Bereichen legt die Aufsicht den Fokus auf eine höhere Risikotransparenz im Sinne einer Risikoerkennung. Dabei sind die Institute angehalten, die Prozesse rund um Risikostrategien und laufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit stringenter im Sinne eines geschlossenen Kreislaufprozesses zu fassen, wodurch eine bessere Überprüfbarkeit der Zielerreichung und ein konsequenteres und/oder frühzeitigeres Eingreifen erreicht werden soll. Dabei wird auch der Internen Revision nach wie vor eine äußerst aktive Rolle im Risikomanagementprozess zugesprochen.
Erfahrene Praktiker namhafter Banken, Mitarbeiter der Bankaufsicht sowie Vertreter einer bekannten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft setzen sich in dem Bearbeitungs- und Prüfungsleitfaden intensiv mit den neuen Regularien und den daraus resultierenden Anforderungen an die Institute auseinander. Dabei werden i. d. R. – ausgehend von den jeweiligen Ma- Risk-Textpassagen – die Hintergründe für deren Änderung und die daraus resultierenden Handlungsanforderungen aufgezeigt. Um bei der Umsetzung optimale Ergebnisse zu erzielen, geben die Autoren ihre umfangreichen Erfahrungen in Form von erstklassigen Praxistipps weiter, welche in der Folge dann noch durch problembezogene Fragesammlungen in Form von Checklisten abgerundet werden. Durch diese Vorgehensweise ist es den Autoren gelungen, einen äußerst praxisnahen Ratgeber vorzulegen, dessen Inhalt sich – ohne große Anpassung – bei vielen Instituten problemlos anwenden lässt.
Arno Kastner, Leiter des DIIR-Arbeitskreises „Revision des Kreditgeschäftes“, MTB, Eggenstein-Leopoldshafen
Quelle: ZIR Zeitschrift Interne Revision, Heft 4/2011
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