| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2196-9817.2025.01 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2196-9817 |
| Ausgabe / Jahr: | 1 / 2025 |
| Veröffentlicht: | 2025-01-03 |
Dieser Artikel zeigt mgliche Auswirkungen von Transparenzvorschriften aktueller EU-Verordnungen zur digitalen Wirtschaft auf. Die dargelegten Regelwerke DSGVO, Data Act, AI Act, Digital Services Act und Digital Markets Act zielen darauf ab, den Datenschutz zu strken, faire digitale Mrkte zu gewhrleisten und den verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien zu frdern.
Mit der zunehmenden Verbreitung von Knstlicher Intelligenz rcken Transparenz und Nachvollziehbarkeit in den Fokus des Datenschutzes. Doch wie lassen sich die komplexen Anforderungen der DSGVO und der KI-Verordnung konkret umsetzen? Der Beitrag beleuchtet praxisnah, welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten, welche Herausforderungen KI-Systeme fr die Transparenzanforderungen schaffen und wie Unternehmen diesen gerecht werden knnen.
Seit dem 1.11.2024 gilt das Verbot des 13 Selbstbestimmungsgesetz (SBGG). Danach ist es untersagt, gegen den Willen der betroffenen Person zu offenbaren, dass die Person in der Vergangenheit ihren Vornamen und ihren Geschlechtseintrag standesamtlich gendert hat. Durch dieses Verbot, das auch bugeldbewehrt ist, werden Transpersonen umfassend geschtzt.
Das Schweigerecht ist eines der verfassungsrechtlich abgesicherten Kernrechte des Beschuldigten eines Ermittlungsverfahrens bzw. des Betroffenen eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens. Die Bedeutung dieses Grundsatzes in Datenschutzbugeldverfahren ist jedoch heftig umstritten, insbesondere, da es sich bei den Betroffenen zumeist um juristische Personen handelt.
Der nun vorliegende Entwurf eines Gesetzes zur nderung des Strafgesetzbuches Modernisierung des Computerstrafrechts vom 4. November 2024 verfolgt den nachvollziehbaren und untersttzenswerten Zweck, mit der Erforschung und Aufdeckung von ITSicherheitslcken in der IT-Sicherheitsforschung Beschftigte, einschlielich Mitarbeiter kommerzieller Anbieter, vor Strafbarkeitsrisiken zu schtzen und aus einem als Grauzone empfundenen Arbeitsumfeld herauszuholen.
In vielfltige kommerzielle Kontexte dringen durch digitale Technologie untersttzte Systeme zur Emotionserkennung (Affective Computing) ein. Kommerzielle Anwendungen von Affective Computing haben das Potential, Dienstleistungen und Produkte so zu ergnzen, dass dies den Produktnutzen erheblich erhhen kann, etwa durch bedarfsgerechtere Werbung.
Artikel 15 DSGVO gewhrt Betroffenen das Recht, Auskunft ber die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten zu erhalten. Dabei drfen smtliche Details des Datenbestands und der Datenverarbeitung erfragt werden. Gerade bei ehemaligen Arbeitnehmenden knnen umfangreiche Datenbestnde vorliegen.
Die Europische Datenschutz-Grundverordnung ist eine ausgewogene und kraftvolle Regelung mit weltweiter Vorbild-Wirkung. Nie waren Betroffenenrechte so stark man nehme nur den elementaren Auskunftsanspruch des Art. 15 DS-GVO, vor dem selbst fhrende Datenverarbeiter, Arbeitgeber und Behrden zittern nie gab es eine intensivere Koordination der Aufsichtsbehrden, nie war die Europische Union so selbstbewusst und stolz auf ihren Brussels Effect.
Zunchst einmal an Sie beide ganz herzlichen Dank, dass Sie heute fr dieses Streitgesprch zur Verfgung stehen. Ich bin gespannt, ob wir im Rahmen unseres Austauschs auch tatschlich widerstreitende Sichtweisen erkennen werden. Dass das SDM grundstzlich ein probates Mittel sein kann, Risiken, die von Datenverarbeitungen ausgehen, zu erkennen und zu reduzieren, ist sicher Konsens.
Zur Abwehr von Transparenzklagen zahlt die Exekutive betrchtliche Summen an Kanzleien. Wollen Journalisten mit Hilfe des Informationsfreiheitsgesetztes (IFG) oder des presserechtlichen Auskunftsanspruchs deren Hhe erfahren, beruft sich die ffentliche Hand regelmig auf Berufs-, Betriebs- und Geschftsgeheimnisse der mandatierten Anwlte.
Einen hoffentlich guten Start in dieses neue Jahr haben Sie hinter sich, liebe Leserinnen und Leser. Politisch war das Ende des alten Jahres strmisch. Datenpolitisch lie uns die Zsur des Regierungsendes auf Bundesebene mit Ernchterung zurck. Groe Reformen des Datenschutzrechts sind es nicht, die liegengeblieben sind.
Am 7. Oktober 2024 verffentlichte der Europische Datenschutzausschuss (EDSA) eine Stellungnahme zu den Pflichten von Verantwortlichen im Rahmen von Auftragsverarbeitungsketten (Stellungnahme 22/2024). Die dnische Datenschutzbehrde hatte den EDSA gem Art. 64 Abs. 2 DSGVO um Klrung ersucht, insbesondere in Bezug auf die Transparenz-, Kontroll- und Rechenschaftspflichten von Verantwortlichen nach Art. 28 und Art. 5 Abs. 2 DSGVO.
Der wachsende Einsatz von Verschlsselungstechnologien stellt Strafverfolgungsbehrden vor neue Herausforderungen. Diese Debatte um den sogenannten Going-Dark- Effekt, bei dem Ermittlungsbehrden durch verschlsselte Kommunikation zunehmend im Dunkeln stehen, hat eine von der EU eingesetzte High-Level-Group (HLG) veranlasst, umfangreiche Vorschlge zur Datenzugnglichkeit zu entwickeln.
Am 04. Oktober 2024 hat der Europische Gerichtshofs (EuGH) in der Rechtssache C-21/23 (Lindenapotheke) erneut eine Entscheidung ber die Auslegung und Bedeutung von Gesundheitsdaten im Sinne der Art. 9 Abs. 1 und Art. 4 Nr. 15 DSGVO getroffen. Hintergrund der Entscheidung war ein Rechtsstreit zweier natrlicher Personen, die jeweils eine Apotheke betreiben.
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