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Automatisierung  
15.01.2020

Roboter erhalten Einzug in die Compliance

ESV-Redaktion Management und Wirtschaft
Digitale Assistenten gewinnen in der Arbeitswelt an Bedeutung. (Foto: peshkova/stock.adobe.com)
Die Automatisierung in Unternehmen schreitet weiter voran. Das betrifft auch die Finanzbranche. Compliance-Spezialisten der Schweizer Großbank UBS haben einen Roboter installiert, berichtet der Branchendienst Finews.ch.

Demnach begrüßte der neue digitale UBS-Angestellte seine Kolleginnen und Kollegen mit einer E-Mail. Er sei „wie eine Küchenhilfe“, um mehr Effizienz und Effektivität zu ermöglichen, stellte sich der Roboter namens Oskar den rund 180 Schweizer Risikoexperten vor.

Mehr als 1.000 Roboter im Einsatz

UBS setzt bereits seit einiger Zeit auf digitale Assistenten. Die Zahl der eingesetzten Roboter war bereits im Jahr 2018 auf mehr als 1.000 gestiegen. 2019 kamen noch einmal mehrere hundert hinzu.

Auch andere Akteure der Finanzbranche ersetzen verstärkt menschliche Arbeitskraft, berichtet Finews.ch. So setze J.P. Morgan auf maschinelles Lernen, um die Spesenabrechnungen der Banker zu kontrollieren.

Compliance-Kosten sollen sinken

Bei Credit Suisse kommen bereits seit zwei Jahren Roboter im Compliance zum Einsatz, um Geld zu sparen. Die Compliance-Kosten waren zuvor aber auch wegen der Entwicklung und Einführung der neuen Technologie gestiegen. Weiterer Kostentreiber waren Maßnahmen, die wegen der Bankenregulierung zu ergreifen waren. Digitale Compliance-Assistenten bieten auch den Vorteil, etwa bei der Prävention von Geldwäsche schneller und umfassender zu recherchieren.

Leitfaden für Robotic Process Automation

Der Einsatz von digitalen Lösungen bietet Potenziale für Unternehmen, die Effizienz von Geschäftsprozessen zu steigern, Compliance-Richtlinien besser umzusetzen und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Das ist die Kernaussage eines Leitfadens für Anwender, den Bitcom unter dem Titel „Robotic Process Automation (RPA) im digitalen Büro“ veröffentlicht hat.

Risiken und Werte auf dem Prüfstand

Inwiefern das Risikomanagement im digitalen Zeitalter zusätzlichen Mehrwert liefern kann, beleuchtet das Buch „Digitale Risiken und Werte auf dem Prüfstand“, herausgegeben von der Risk Management Association. Darin geht es auch um neue Risiken und ethische Fragestellungen im digitalen Marktumfeld.

Digitale Risiken und Werte auf dem Prüfstand

Wie kann das Risikomanagement im digitalen Zeitalter zusätzlichen Mehrwert liefern? Welche neuen Risiken oder auch ethischen Fragestellungen entstehen in einem immer internationaleren, zunehmend mobilen und digitalen Marktumfeld? Diese und weitere spannende Fragen nimmt das Expertenteam der Risk Management Association e.V. (RMA) praxisnah in den Blick. Schwerpunkte sind u.a.:

  • Innovative Risikoberichterstattung durch digital erlebbare Kommunikation
  • Weiterentwicklungen der Risikomanagement-Standards sowie im Business Continuity Management
  • Herausforderung Korruptionsprävention in international aufgestellten Unternehmen
  • Methoden und quantitative Konzepte – von der Unterstützung der Korridorplanung bis zu neuen Ansätzen mittels Bayes’scher Statistik
  • Risikomanagement-Systeme und ihre kritische Beurteilung durch Aufsichtsrat und Wirtschaftsprüfung

Die enthaltenen Themen sind ein Querschnitt zu aktuellen Konzepten und wichtigen Trends im Risikomanagement.


(ESV/fab)