COMPLIANCEdigital
 
Digitalisierung  
12.02.2020

Mittelstand braucht mehr Digitalkompetenz

ESV-Redaktion Management und Wirtschaft
Der sichere Umgang mit mobilen Geräten gewinnt an Bedeutung. (Foto: BluePlanetStudio/stock.adobe.com)
Der digitale Wandel kommt zwar allmählich im deutschen Mittelstand an. Doch nicht zuletzt der Mangel an IT-Kompetenz in der Mitarbeiterschaft bremsen die Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt die Förderbank KfW anhand einer Unternehmensbefragung.

Offene Fragen beim Datenschutz

Für eine beschleunigte Digitalisierung sind aus Sicht der Unternehmen mehrere Hemmnisse zu beseitigen, resümiert die KfW. Dazu zählten an erster Stelle offene Fragen beim Datenschutz und bei der IT-Sicherheit. Diesen Punkt bemängeln 46 Prozent der KMU-Manager. Fehlende IT-Kompetenz nennen immerhin 38 Prozent der Befragten. Vor zwei Jahren lag dieser Wert noch bei 29 Prozent.

Mehr Unternehmen vollziehen Wandel

Gegenüber der Vorjahresbefragung ist der Anteil der Unternehmen mit fest geplanten Digitalisierungsvorhaben um sieben Prozentpunkte gestiegen. Rund zwei Drittel der Unternehmen wollen dieses Thema bis Ende 2021 angehen. Bei 18 Prozent ist eine Entscheidung über entsprechende Pläne noch nicht gefallen. 17 Prozent schließen für diesen Zeitraum aus, Digitalisierungsvorhaben umzusetzen.

Weitere Infos zur KfW-Unternehmensbefragung finden Sie hier.

Individuelle Software-Lösungen

Für die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung setzen viele Unternehmen auf technische Unterstützung. Der Der Bundesverband hat dazu ebenfalls Ergebnisse einer Befragung veröffentlicht. Das Ergebnis: 48 Prozent der rund 500 befragten Unternehmen haben für die Umsetzung spezielle Softwaretools genutzt. Die meisten von ihnen haben dafür auf dem Markt verfügbare Software für ihr Unternehmen angepasst. In diesem Jahr will die EU-Kommission die Datenschutzregeln überprüfen.

Weitere Infos zur Bitkom-Umfrage finden Sie hier.

Die Digitalisierung bringt für das Risikomanagement Vorteile mit sich. Die Unternehmen sehen sich dabei aber auch mit neuen Risiken und ethischen Fragestellungen konfrontiert. Wie Manager in diesem Spannungsfeld zielsicher agieren können, beleuchtet ein Expertenteam der Risk Management Association in dem Buch „Digitale Risiken und Werte auf dem Prüfstand“.

Digitale Risiken und Werte auf dem Prüfstand

Wie kann das Risikomanagement im digitalen Zeitalter zusätzlichen Mehrwert liefern? Welche neuen Risiken oder auch ethischen Fragestellungen entstehen in einem immer internationaleren, zunehmend mobilen und digitalen Marktumfeld? Diese und weitere spannende Fragen nimmt das Expertenteam der Risk Management Association e.V. (RMA) praxisnah in den Blick. Zu den Schwerpunkten zählen

  • Innovative Risikoberichterstattung durch digital erlebbare Kommunikation
  • Weiterentwicklungen der Risikomanagement-Standards sowie im Business Continuity Management
  • Herausforderung Korruptionsprävention in international aufgestellten Unternehmen
  • Methoden und quantitative Konzepte – von der Unterstützung der Korridorplanung bis zu neuen Ansätzen mittels Bayes’scher Statistik
  • Risikomanagement-Systeme und ihre kritische Beurteilung durch Aufsichtsrat und Wirtschaftsprüfung

(ESV/fab)