Project Risk Management (Teil 2)
14.07.2017
Kompetenz im Projektrisikomanagement
Dr. Roland Spahr
Wie wichtig die handelnden Akteure in Projekten und für deren Gelingen sind, zeigt sich am jüngst eingeweihten Gotthardt-Basistunnel in der Schweiz. Auf „tagesschau.de” hieß es hierzu: „Beim Mammut-Bauwerk Gotthard-Basistunnel lief so ziemlich alles besser als bei vergleichbaren Projekten in Deutschland, wie Stuttgart 21, der Hamburger Elbphilharmonie oder dem Berliner Flughafen BER.”
Damit kommt dem Projektmanagement stets auch die Aufgabe des Risikomanagements zu – Projektverantwortliche sind zugleich Risikomanager. Das sind Fähigkeiten, die erlernt werden müssen. Darüber sollten sich Projektplaner vor Beginn ihrer Vorhaben klar sein. Hier ist das notwendige Know-how aufzubauen, zu erweitern und in der Praxis zu erproben. Fundierte Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten mittlerweile Universitäten im Verbund mit Organisationen an.
Ein Vorteil solcher Programme liegt darin, dass die Teilnehmer beispielsweise neue Methoden im Risikomanagement von erfahrenen Risikomanagern lernen. Dies ist in Simulationen sowie Planspielen anzuwenden, um sich so das notwendige Rüstzeug – auch für spätere Projekteinsätze – anzueignen. Gut üben lässt sich das Anleiten von Fachkräften zur Identifikation und Bewertung von Risiken. Immer wieder ist es zu beobachten, dass Fachkräfte in solchen Workshops unisono mit dem Satz beginnen: „Bei uns ist alles sicher.” Der Workshop sensibilisiert die Experten für das Denken in Risiken und schafft damit die Grundlage für die notwendigen Sichtweisen.
Den Teil 1 des Beitrages können Sie hier nachlesen.
Zum Autor
Dr. Roland Spahr ist Geschäftsführer der Blue Mountain Immobilien GmbH & Co. KG. Seit 17 Jahren berät er Unternehmen zu Themen des Finanz- und Risikomanagements. Dazu gehören strategische und methodische Fragestellungen des Kreditrisikos, des Supply Chain und Enterprise Risk Managements sowie des Erfüllens regulatorischer Anforderungen.
Zu seinen vorherigen Arbeitgebern gehören KPMG, BearingPoint, PwC und Accenture. Dr. Spahr promovierte am Kieler Institut für betriebswirtschaftliche Innovationsforschung und verfasst seitdem zahlreiche Artikel und Vorträge zum Risikomanagement. 2013 hat er den RMA-Arbeitskreis für Supply Chain Risk Management ins Leben gerufen und ist seit 2016 Mitglied im Vorstand der RMA.
(ESV/ps)
Menschen, Transparenz und Methoden
Trotz Verzögerungen beim Bau und höheren Kosten von insgesamt rund 12 Milliarden Franken – zu Beginn waren 8 Milliarden Franken projektiert - konnten die Verantwortlichen im Projektverlauf schnell gegensteuern. „Auch, weil es in allen Bauphasen große Transparenz und strenge öffentliche Kontrolle durch einen Parlamentsausschuss gab”, hieß es in der Berichterstattung.Soziale Fähigkeiten und Reife sind für Projektleiter entscheidend
Entscheidern und Handelnden kommen Schlüsselrollen innerhalb eines Projekts zu, denn auf deren Reife und Erfahrung kommt es an. Gefragt sind weiterhin ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit sowie gutes Verhandeln und Vermitteln, gerade in Krisensituationen. Im Klartext: Fachwissen allein reicht bei einer Projektleitung nicht aus. Gefragt sind vor allem soziale Fähigkeiten. Denn mit steigender Projektgröße steigt auch die Schwierigkeit, unterschiedliche Menschen, Charaktere und Interessen an einen Tisch zu bekommen und hinter einem Projektziel zu vereinen.Damit kommt dem Projektmanagement stets auch die Aufgabe des Risikomanagements zu – Projektverantwortliche sind zugleich Risikomanager. Das sind Fähigkeiten, die erlernt werden müssen. Darüber sollten sich Projektplaner vor Beginn ihrer Vorhaben klar sein. Hier ist das notwendige Know-how aufzubauen, zu erweitern und in der Praxis zu erproben. Fundierte Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten mittlerweile Universitäten im Verbund mit Organisationen an.
Weiterbildung im Risikomanagement
Ein Beispiel ist das Weiterbildungsprogramm der Universität Würzburg (Forschungszentrum Risikomanagement) in Kooperation mit der Risk Management Association (RMA). Gemeinsam veranstalten sie das mehrtägige Weiterbildungsprogramm zum Enterprise Risk Manager (Univ.) in Theorie und Praxis. Weitere Hochschulen und private Einrichtungen folgen diesem Weg.Ein Vorteil solcher Programme liegt darin, dass die Teilnehmer beispielsweise neue Methoden im Risikomanagement von erfahrenen Risikomanagern lernen. Dies ist in Simulationen sowie Planspielen anzuwenden, um sich so das notwendige Rüstzeug – auch für spätere Projekteinsätze – anzueignen. Gut üben lässt sich das Anleiten von Fachkräften zur Identifikation und Bewertung von Risiken. Immer wieder ist es zu beobachten, dass Fachkräfte in solchen Workshops unisono mit dem Satz beginnen: „Bei uns ist alles sicher.” Der Workshop sensibilisiert die Experten für das Denken in Risiken und schafft damit die Grundlage für die notwendigen Sichtweisen.
Den Teil 1 des Beitrages können Sie hier nachlesen.
| 12. Risk Management Congress 2017 |
| Die Risk Management Association e. V. (RMA) veranstaltet am 16. und 17. Oktober 2017 ihren diesjährigen Risk Management Congress in Nürnberg. Die DACH-weit renommierte Jahreskonferenz steht ganz im Zeichen eines modernen Risikomanagements in Zeiten der Unsicherheiten. Der mittlerweile 12. Risk Management Congress punktet auch in diesem Jahr mit den besten Referenten ihres Fachs aus den Disziplinen Governance, Risikomanagement und Compliance. Diese öffnen ihre Organisationswelt in Theorie und Praxis. Zu den Themen der diesjährigen Fachkonferenz zählen unter anderem das Treffen von Entscheidungen unter Unsicherheit sowie neue Standards im Risikomanagement und der Risikofaktor Mensch (Human Risk Factors). Cyberrisiken und die Quantifizierung von Geschäftsrisiken runden das Themenspektrum ab. Neben den vielen Facetten aus der Welt des Risikomanagements ist das Networking im Rahmen der Veranstaltung ein weiteres Plus für die Teilnehmer. Weitere Informationen zur Veranstaltung und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier. Ein professionelles Risikomanagement zählt gerade im Mittelstand zu den unternehmerischen Kernfunktionen, um Erlös- und Kostenrisiken auf zunehmend sprunghaften Märkten, durch wachsende IT-Anforderungen oder Compliance-Risiken abzufedern. Der Praxisleitfaden Risikomanagement im Mittelstand, herausgegeben von der Risk Management Association e.V. (RMA), präsentiert Ihnen praxiserprobte Ansätze zur Identifikation spezifischer Risiken, zur Konzeption konkreter Steuerungsinstrumente und zur Verbesserung bestehender Systeme. |
Zum Autor
Dr. Roland Spahr ist Geschäftsführer der Blue Mountain Immobilien GmbH & Co. KG. Seit 17 Jahren berät er Unternehmen zu Themen des Finanz- und Risikomanagements. Dazu gehören strategische und methodische Fragestellungen des Kreditrisikos, des Supply Chain und Enterprise Risk Managements sowie des Erfüllens regulatorischer Anforderungen.
Zu seinen vorherigen Arbeitgebern gehören KPMG, BearingPoint, PwC und Accenture. Dr. Spahr promovierte am Kieler Institut für betriebswirtschaftliche Innovationsforschung und verfasst seitdem zahlreiche Artikel und Vorträge zum Risikomanagement. 2013 hat er den RMA-Arbeitskreis für Supply Chain Risk Management ins Leben gerufen und ist seit 2016 Mitglied im Vorstand der RMA.
(ESV/ps)