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Log4j  
14.12.2021

Gefährliche Schwachstelle im Standardprogramm und die Folgen

ESV-Redaktion Management und Wirtschaft
Das BSI hält die entdeckte Schwachstelle für die aktuell größte Bedrohung im Cyberraum. (Foto: sdecoret/stocke.adobe.com)
Die jüngst aufgedeckte Schwachstelle im Log4j-Programm ist ein Sicherheitsnotfall für alle. Große Firmen und private Nutzer seien nun angreifbar, weil eine weit verbreitete Komponente von Java-Software eine Sicherheitslücke aufweist, warnt der Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V.

Der in Berlin ansässige Verein berät Unternehmen, Behörden und politische Entscheidungsträger für mehr Cybersicherheit. „Stellen Sie sich vor, der standardmäßig genutzte Mauerstein Ihres Hauses hält nicht und bringt das ganze Gebäude in Einsturzgefahr – gleichzeitig nutzen Kriminelle den Stein, um Ihnen die Scheibe einzuschlagen. Diese Gefährdungslage haben wir nun millionenfach bei der Log4j-Schwachstelle“, veranschaulicht der Verein die entstandene Situation.

Der Programmbaustein Log4j wurde im Open-Source-Verfahren entwickelt und von zahlreichen Softwareherstellern übernommen. Er dient dazu die Aktivitäten eines Programms zu protokollieren, um Probleme im Nachhinein lösen zu können. Die aufgetretene Schwachstelle ermöglicht es Eindringlingen, einen eigenen Programmcode ins Protokoll zu schreiben und auszuführen. Mögliche Ziele sind dabei die Nutzung fremder Computer zur Herstellung von Kryptowährungen, die Verschlüsselung von Dateien zum Erpressen von Lösegeld oder eine vollständige Übernahme des Systems.

Schutz bietet aktuell ein Update der Log4j-Bibliothek. Der Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V. empfiehlt: „Installieren Sie unverzüglich die Updates, die Ihnen angeboten werden. Sichern Sie alle Ihren relevanten Daten offline, um das Schadenspotenzial gering zu halten.“ Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat inzwischen eine rote Warnmeldung ausgegeben und hält die Schwachstelle für die aktuell größte Bedrohung im Cyberraum. Weitere Informationen hat das BSI hier veröffentlicht.

(ESV/fab)

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Cyber Security: „Es ist wichtig, die Schwachstellen im eigenen System zu kennen“
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