Safer Internet Day 2019
30.01.2019
Die Bedeutung von Bargeld nimmt ab
ESV-Redaktion COMPLIANCEdigital
Fast jeder Dritte hat in Deutschland laut Umfrage schon einmal mobil bezahlt, sei es mit dem Smartphone oder mit der Smartwatch. Vor allem beim Einkaufen ist das mobile Bezahlen beliebt. Mehr als die Hälfte der Befragten hat schon einmal im Supermarkt von den mobilen Bezahlmöglichkeiten Gebrauch gemacht, ein Drittel beim Shopping von Mode, Technik oder Möbeln und 16 Prozent nutzten die Möglichkeit bereits für den Fahrkartenkauf im öffentlichen Nah- und Fernverkehr.
Aber es gibt auch andere Gründe für die Zurückhaltung:
Die Umfrage können Sie sich hier ansehen.
(ESV/ps)
Bitkom-Präsident Achim Berg: „Schon bald werden sich auch bei uns digitale Bezahlformen durchsetzen.”
Zu den Erfahrungen befragt, die die Nutzer dabei gesammelt haben, gaben 38 Prozent an, dass sie durch das mobile Bezahlen in einem Geschäft Zeit gespart haben. Bitkom-Präsident Achim Berg ist sich sicher: „Schon bald werden sich auch bei uns digitale Bezahlformen durchsetzen. Insbesondere das mobile, kontaktlose Bezahlen spart Verbrauchern Zeit und reduziert lange Schlangen an Kassen oder Fahrkartenautomaten. Auch die Einzelhändler können vom digitalen Bezahlen profitieren. Sie haben beispielsweise weniger Ausgaben für Verwaltung, Transport und Schutz von Bargeld. Nicht zuletzt erschwert das digitale Bezahlen Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit. Steuerbetrüger und Geldwäscher haben es schwerer, wenn sich Zahlungsströme besser nachvollziehen lassen. Jetzt muss es darum gehen, das digitale Bezahlen für alle so komfortabel und sicher wie möglich zu machen.”Sicherheitsbedenken schränken Nutzung ein
Dass trotz der genannten Vorteile nicht noch mehr Bürgerinnen und Bürger zum Handy greifen, um zu bezahlen, liegt vor allem an vorhandenen Sicherheitsbedenken. 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie deshalb noch nicht mobil bezahlten. Dr. Katarina Barley, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, betonte: „Datenschutz bedeutet Schutz von Privatsphäre und Selbstbestimmung. Neue digitale Bezahlmethoden bringen viele Vorteile – für Kundinnen und Kunden als auch für den Einzelhandel. Es ist aber wichtig, Datensicherheit von Anfang an mitzudenken.” Verbraucherinnen und Verbraucher würden neue Bezahlmethoden erst akzeptieren, wenn sie ihnen vertrauen und das Bezahlen damit gleichzeitig unkompliziert möglich sei, so Barlay. Hier liege es an der Wirtschaft, gute Modelle zu entwickeln.Aber es gibt auch andere Gründe für die Zurückhaltung:
- Für 28 Prozent der Befragten ist der Bezahlvorgang zu kompliziert,
- für 16 Prozent dauert er zu lange und
- 13 Prozent wussten gar nicht, dass diese Art von Bezahlen überhaupt möglich ist.
- Von negativen Erfahrungen berichten 29 Prozent der Nutzer, die angaben, dass andere Personen das mobile Bezahlen skeptisch beäugt oder kommentiert haben.
- 20 Prozent monierten, dass sich die Kassiererinnen und Kassierer nicht mit dem Bezahlvorgang auskannten.
Die Bedeutung des Bargelds
Der Umfrage zufolge geht fast die Hälfte der Bundesbürger allerdings davon aus, dass Bargeld in fünf bis zehn Jahren nicht mehr das dominierende Zahlungsmittel in Deutschland sein werde. Komplett auf Bargeld verzichten möchte allerdings nur gut die Hälfte der Befragten.Die Umfrage können Sie sich hier ansehen.
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(ESV/ps)